Am 28.1. fand in Ebersbach die Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft statt. Die Schachfreunde nahmen mit einem Team Teil, welches sich prompt als drittplazierter für die Württembergische qualifizieren konnte.
Cristina-Adela Foisor ist nicht mehr unter uns. Sie verstarb heute im Alter von nur 49 Jahren viel zu früh nach schwerer Krankheit im Krankenhaus von Timisoara (Rumänien). Uns erreichte die Nachricht, mit der wir in den letzten Tagen schon rechnen mussten, als das Frauenbundesligaspiel zwischen der OSG Baden-Baden und unserem Team gerade begonnen hatte. Vor zwei Wochen gingen wir noch fest davon aus, dass Cristina in diesem Augenblick für uns bei diesem Wettkampf am Brett sitzen würde. Schon eine Woche vorher war sie fest in der 2. Bundesliga eingeplant. Auf Cristina war immer Verlass. Man konnte sie immer fragen und wenn sie keine andere internationale Verpflichtung hatte, war ihr kein Weg zu Weit um für uns zu spielen. Viele Wochen verbrachte sie in den letzten Jahren bei ihren Freunden der Familie Noppes in Deizisau und Karlsruhe. Marina Noppes kannte Cristina schon aus ihrer Jugendzeit. Als Marina wieder nach über einem Jahrzehnt Wettkampfpause an das Schachbrett zurückkehrte und nur kurze Zeit später für die Schachfreunde Deizisau ans Brett ging, nahm sie Kontakt zu Cristina auf und fragte sie an, ob sie nicht für die Schachfreunde Deizisau in der Frauenbundesliga und das Oberligateam ans Brett gehen wollte. Dies war keine Frage für die Frauengroßmeisterin, denn sie liebte das königliche Spiel. Sie freute sich über die Möglichkeit wieder regelmäßig in Deutschland zu spielen. Die ehemalige Frauenweltmeisterschafts-Viertelfinalistin und mehrfache Rumänische Frauenmeisterin begleitete und verstärkte seitdem die Erfolgsgeschichte der Deizisauer Teams. Von Jahr zu Jahr verbesserte sich das Team in der Frauenbundesliga, das Oberligateam stieg in die zweite Bundesliga auf und im Pokalteam, welches letztes Jahr Deutscher Mannschaftspokalsieger wurde, hatte sie wichtige Einsätze, ohne die es den Titel und damit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte am Ende nicht gegeben hätte. Cristina, wir danken Dir! Für den Schachverband Württemberg spielte sie 2014 und 2015 bei den Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaften der Landesverbände in Braunfels und führte das Team 2014 beim dritten Platz an. Sie holte 4,5 aus 5 am ersten Brett. Nach dem Spiel heute, haben unsere Teammitglieder die Nachricht von Marina und mir überbracht bekommen. Viele kannten Cristina seit Jahrzehnten. Wir sind sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt Cristinas Ehemann Ovidiu-Doru und ihren Töchtern Sabina-Francesca und Mihaela-Veronica. Informationen zu Cristina-Adela Foisor bei Wikipedia...
Nach dem Wochenende in Schwäbisch Hall sind unsere Frauen weiterhin im Plan. Am gestrigen Samstag gegen die Karlsruher Schachfreunde fing es nicht gut an. WIM Ingrigd Lauterbach verlor früh eine Qualität gegen Sarah Hund und musste die Hand zur Aufgabe reichen. Es dauerte allerdings nicht allzu lange bis WIM Mara Jelica gegen Maria Heinatz mit einem vollen Punkt ausgleichen konnte. Nach über drei Stunden dann die schnelle Vorentscheidung. WIM Yuliya Naiditsch gewinnt am Spitzenbrett gegen WIM Dr. Gundula Heinatz wie Hanna Marie Klek gegen Paula Wiesner. Es dauerte dann noch eine Weile bis WGM Zoya Schleining gegen WGM Jessica Schmidt mit einem Remis und WGM Elena Levushkina gegen WIM Manuela Mader mit einem weiteren vollen Punkt das Endergebnis von 4,5:1,5 für Deizisau sicherstellten. Mit diesem zwei Mannschaftspunkten ist das Team seinem Ziel am Ende in der oberen Tabellenhälfte zu landen einen großen Schritt näher gekommen. Der Spielverlauf am heutigen Sonntag war einseitig. Mit 1:5 unterlagen wir dem amtierenden Deutschen Frauenmannschaftsmeister. Das Ergebnis viel am Ende vielleicht etwas zu hoch aus aber insgesamt waren wir chancenlos. Hanna Marie Klek konnte sich gegen die Ex-US-Meisterin Anna Zatonskih ein Remis erspielen und nach langem Kampf gelang gleiches Resultat für WIM Ingrind Lauterbach gegen die Weltklassespielerin WGM Ekaterina Kovalevskaya. Nach dem Match erhielten die Teammitglieder die Nachricht vom Tod ihrer Mitspielerin Cristina-Adela Foisor (siehe hier) und viele Tränen wurden vergossen.
Im Wochenverlauf vergrößerten sich unsere Aufstellungssorgen immer weiter. Eine weitere Krankmeldung lies uns zum Äußersten greifen. Die aktuelle Nummer 20 der Welt Alexander Grischuk, der sich spontan anbot, wurde beauftragt ein Flugticket nach Franfurt zu buchen. Somit spielten heute nicht nur acht Großmeister für Deizisau sondern mit Grischuk und Gata Kamsky in Heusenstamm zwei Supergroßmeister, die eigentlich gar nicht geplant waren. Am Ende noch überraschender war allerdings, dass beide zusammen nur einen halben Punkt holten.
Zum Glück musste man bei winterlichen Verhältnissen "nur" zu Wernaus Erster reisen. Dies blieb aber auch fast das einzig Positive heute für die SF Deizisau 3. Denn personell war man dezimiert; trat nur zu siebt an. Die hochkarätig verstärkten Gastgeber ließen nichts anbrennen und deklassierten die Neckarknieler mit 6,5 - 1,5!
Dieses kalte Winterwetter bescherte unserem Gastgeber einen Ausfall an Brett 2. Somit war es Alex Rempeli beschieden, heute den „Torreigen“ zu eröffnen. Alex spielte vergangene Woche ein Staufer Open (A-Turnier) vom Feinsten. Dort spielten übrigens noch drei weitere Mitglieder aus der LL-Mannschaft: Simona Gheng, Dietmar Herrmann sowie Rainer Weber. Das Ergebnis von heute kann man als Empfehlung für aktives Turnierspiel werten. Nachdem alle Spieler(innen) eine weiße Weste behielten konnte nichts mehr anbrennen. Markus Brenner und Marc Gustain hielten ihre Gegner jeweils mit Remisen in Schach. So blieb der Ein-Punkte-Vorsprung gesichert. Rainer Weber an Brett acht gab seinem Gegner keine Möglichkeit auf Gegenspiel und zwang ihn somit zur Aufgabe. Fast gleichzeitig beendete unser Spitzenbrett IM Valerij Bronznik und Dietmar Herrmann an Brett sieben ihre Partien mit zwei Siegen. Unseren Damen war es dann vorbehalten mit zwei ausgekämpften Punkteteilungen den „Sack“ zu zumachen. An Brett sechs Marina Noppes und an Brett fünf Simona Gheng. In der nächsten Runde erwarten wir die SG Schönbuch. Diese schlugen heute Pfullingen 2 und gaben somit die rote Laterne an Kirchentellinsfurt ab. Vorsicht ist also geboten.
Erster gegen Zweiter, zwei verlustpunktfreie Teams im direkten Duell standen sich heute im Alten Rathaus von Deizisau gegenüber. Trotz der Rivalität auf dem Brett spielte sich alles in sehr freundschaftlicher Atmosphäre ab. Die Gäste aus Bad Urach brachten sogar etwas zum Essen für beide Teams mit. Das Match verlief relativ einseitig. Gegenüber dem letzten Spiel in deutlich verbesserter Form präsentierte sich unser Team von Beginn an dominant. Die Bretter zwei bis sechs punkteten heute voll. Alex Rempeli, Marc Gustain, Markus Brenner, Simona Gheng und Zoran Klaric siegten, IM Valeri Bronznik und Marina Noppes spielten Remis. Als schon alles entschieden war mussten wir noch das achte Brett abgeben. Das deutliche 6:2 macht uns über den Jahreswechsel zum alleinigen Tabellenführer. Nur einen Punkt dahinter liegen die Mitfavoriten aus Neckartenzlingen (Tabelle...).
Schon seit vielen Jahren spielen wir im Rahmen der Weihnachtsfeier ein Blitzturnier im Chess960. Nach einem gemeinsamen Pizzaessen, guter Stimmung und vielen guten Diskussionen zur zukünftigen Aufstellung des Vereins wurde ein sehr stark besetztes Blitzturnier gespielt, in dem insbesondere die Spieler der Zweiten Mannschaft zahlreich auftraten. Am Ende siegte Favorit Alex Rempeli mit 6 aus 7 und bekam als besonderen Preis eine Tasse, die vom Weltklassetrainer Mark Dworetski kurz vor seinem Tod unterschrieben wurde. Mit 5 Punkten wurde Dietmar Herrmann Zweiter vor Marc Gustain mit 4,5 Punkten. Glückwunsch!