In der Frauenbundesliga mussten die Spielerinnen der Schachfreunde Deizisau zwei Niederlagen hinnehmen. Während das 1,5:4,5 gegen die OSG Baden-Baden durchaus einkalkuliert war, kam das 2:4 gegen den SK Freiburg-Zähringen doch etwas überraschend. Gastgeberinnen der Doppelrunde waren diesmal die Freiburgerinnen.

 

OSG Baden-Baden vs. Schachfreunde Deizisau 4,5 : 1,5

Hanna Marie Klek gelang ein starker Sieg gegen die serbische Einzel-Europameisterin Teodora Injac. Der schwarze Angriff am Königsflügel wirkte zunächst furchterregend, doch nach 35. Kh1 stand der weiße König sicher. In der Folge gelang es Weiß, die c- und d-Bauern zu unaufhaltsamen Freibauern zu entwickeln.

 

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Außerdem holte unsere „italienische Ukrainerin“ Elena Sedina ein Remis gegen Mai Narva. Alle anderen Partien gingen jedoch an die Favoritinnen aus Baden-Baden, die insbesondere an den Brettern fünf und sechs eine deutliche Elo-Überlegenheit aufwiesen.

 

 

Schachfreunde Deizisau vs. SK Freiburg Zähringen 2:4

Gegen Gastgeber Freiburg kassierte Deizisau eine schmerzhafte Niederlage. An den hinteren Brettern lief für Felicitas Ophelia Carlstedt und unsere Nachwuchsspielerin Olivia Lukas wenig zusammen. Zoya Schleining hingegen punktete gegen Barbara Hund, die immerhin fünfzehnmal an einer Schacholympiade teilgenommen hat.

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Nach 24. ... Se5? verlor Schwarz seinen Bauern auf b7. Wenig später fiel – nach dem Damentausch – auch der Bauer auf a6. Das anschließende Endspiel mit Turm und zwei Bauern gegen Turm führte unsere deutsche Meisterin von 2015 souverän zum Sieg.

Elena Sedina verlor jedoch gegen Sarah Hund (Tochter von Barbara). Zwei weitere halbe Punkte steuerten Hanna Marie Klek und Katarzyna Dwilewicz bei. Insgesamt reichte dies jedoch nicht aus, um Zählbares aus der Begegnung mitzunehmen. 

 

 

Tabelle

Der SK Schwäbisch Hall hat sich nach seinem Sieg im Spitzenspiel gegen die OSG Baden-Baden leicht an der Tabellenspitze abgesetzt und geht als klarer Favorit in die Endrunde der Bundesliga. Diese findet vom 17. bis 19. April in Bad Königshofen statt.

Deizisau liegt mit 8 Punkten aus 8 Partien im Mittelfeld der Tabelle. Die verbleibenden Gegner heißen Schwäbisch Hall, Hamburg und Harksheide – keine leichten Aufgaben. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge dürfte jedoch ausreichend sein, um nicht mehr ernsthaft in Abstiegsgefahr zu geraten.