Alexander Donchenko siegt beim Tegernsee Masters vor Matthias Blübaum

Mit einem sehr starken Ergebnis von 6½ aus 8 gewann Alexander Donchenko (Foto Sebastian Siebrecht) nach neun Turniertagen das Tegernsee-Masters in Bad Wiessee. Das mit den vier deutschen Spitzenspielern besetzte Rundenturnier wurde von Turnierdirektor Sebastian Siebrecht innerhalb von wenigen Tagen auf die Beine gestellt, nachdem die Offene Internationale Bayerische Meisterschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Hinter dem grandios aufspielenden Alexander Donchenko belegte sein Teamkollege Matthias Blübaum Platz zwei. Beide Deizisauer setzten sich damit weiter in der Weltranglieste von Liviu-Dieter Nisipeanu (USV TU Dresden) ab, der ebenfalls mit 5 Punkten auf Platz drei kam. Das Trio liefert sich im Moment einen großartigen Wettstreit um die deutsche Spitzenposition. Matthias liegt nun noch knapp vor Alexander.

Der ursprünglich Vierte im Quartett der deutschen Spitze, unser Vincent Keymer, mußte sich aufgrund einer Anweisung der Gesundheitsbehörde seines für seine Schule zuständigen Landkreises Mainz-Bingen in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Einer seiner Mitschüler hatte sich mit dem SARS-Cov-2-Virus angesteckt. Der 15-Jährige mußte schweren Herzens nach seinem Auftaktsieg in der 1. Runde aus Bayern abreisen, stand aber als Olinne-Co-Kommentator zur Verfügung.
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GM Dmitrij Kollars siegt beim Claus Dieter Meyer Gedenkturnier des SV Werder Bremen vor GM Donchenko - FM Köllner mit IM Norm

Was für ein Erfolgsturnier für die Spieler der Schachfreunde Deizisau. Anlass war allerdings ein trauriger. Claus Dieter Meyer langjähriger Mitarbeiter, Trainer und Spieler des SV Werder Bremen verstarb im März 2020. 22 Spieler wurden vom Organisationsteam um IM Jonathan Carlstedt, FM Olaf Steffens und Dr. Oliver Höpfner eingeladen, darunter unsere drei Jungs und sie prägten das Turnier. Am Ende sicherte sich Dmitrij mit 6,5 Punkten nach neun Runden CH-System den Siegerscheck. Einen halben Punkt dahinter belegte unser Nationalspieler Alexander Donchenko Platz 2. Das Turnier seines Lebens spielte unser Oberligaspieler FM Ruben Köllner. Schon eine Runde vor Schluss hatte er seine erste IM Norm sicher. ELO Performance 2540, bedeuteten neben der Norm und dem Preisgeld auch ein großer Sprung nach vorne in der ELO-Liste. Super Jungs, weiter so! Wir danken dem SV Werder Bremen für ein deutsches Topturnier in schwieriger Corona-Zeit.
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Bericht beim SV Werder Bremen...

Simona Gheng Vierte bei den Deutschen Schnellschachmeisterschaften 2020

Unsere Frauenbundesligaspielerin und Jugendtrainerin Simona Gheng gelang in unserer Nachbarstadt Plochingen der vierte Platz bei den diesjährigen Deutschen Schnellschafmeisterschaften. In den neun Runden gelangen ihr sechs Punkte und sie lag damit u.a. direkt vor zwei Nationalspielerinnen. Die Ausrichtung der SF Plochingen fand viel positive Resonanz und dies bei nicht einfachen Corona-Bedingungen. Glückwunsch an Simona!
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Schöne Erfolge auf der Württembergischen - Sebastian Fischer gewinnt das Kandidatenturnier, Marc Gustain gewinnt ELO im Internationalen Meisterturnier

In Weissach fand dieses Jahr Ende August die Württembergische Einzelmeisterschaft, zum zweiten Mal in der Form als Schachfestival mit einem attraktiven internationalen Meisterturnier - gemischt mit Württembergischen Spitzenspielern -, einem Kandidatenturnier und einem offenen Turnier. Das sehr gut organisierte Event wurde auch live im Internet übertragen und kommentiert.
Das internationale Meisterturnier wurde eine Beute des sehr souverän auftretenden GM Romanov (Russland), welcher mit 8,5 Punkten aus 9 Partien ganz nebenbei die Elogrenze von 2600 überschritt. Der kurzfristig ins Meisterturnier gerutschte Georg Braun aus Bebenhausen spielte ein vorzügliches Turnier und gewann als Vierter den Titel des Württembergischen Meisters. Marc Gustain, eigentlich von der Wertungszahl für den letzten (10.) Platz vorgesehen, konnte vor allem mit zwei Gewinnpartien gegen IM Krassowizkij (s.u.) und FM Jens Hirneise beeindrucken und erreichte mit 3 Punkten und dem 7. Platz die Qualifikation für das nächstjährige Meisterturnier.
Im Kandidatenturnier konnte ich mich recht schnell an die Spitze setzen und bis zuletzt mit 7 Punkten aus 9 Partien oben halten.

In der 6. Runde spielte Marc mit Weiß gegen den Württembergischen Meister vom Vorjahr – IM Jaroslaw Krassowizkij -, der sich nach schwachem Beginn gefangen hatte und sicherlich gewinnen wollte.

                                                           (Position nach 16...Sg6)

 

Marc hatte sich geschickt aufgestellt und vom risikobereiten Gegner Zugeständnisse erhalten.

Mit 17.Te3!? verschärft er die Lage durch die Drohung Th3 weiter.

17...La6? verliert glatt, übersieht die weißen Drohungen. 17...Dxc3?! sieht auch riskant aus, würde vermutlich nach 18. Td1 Dxd4 (e5!) 19. Th3 h6 20, Lxh6 gxh6 21. Tg3! nicht mehr ausreichen.

Schwarz hätte sich zu 17...e5 (Feld h3!) entscheiden müssen mit weit besseren Chancen, sich zu halten.

18.Th3! f5 (h6 19. Lxh6 Dxc3 20. Td1 Lxd3 21. Ld2!) 19. Lxa6 Txa6 20. Dxh7+ Kf7 21. Th6! Der Gewinnzug 21...Se7 22. Tf6+! 1-0

(22...Ke8 23. Txe6 verliert Haus und Hof)

 

Ich hatte in der vierten Runde im Kandidatenturnier Weiß gegen Martin Krockenberger:

                                                           (Position nach 13...g6)

 

Weiß hat mehrere positionelle Vorteile angesammelt, alle Figuren stehen schön, aber wie geht es weiter?

14.Th4!? Weiß verzichtet endgültig auf die eigene Rochade, vergrößert jedoch mit dem Turmzug die eigenen Möglichkeiten. Auf die kurze Rochade müsste Schwarz nun mit g3-g4-g5 rechnen, und Weiß hat zumindest gute Möglichkeiten voranzukommen. Da vielleicht auch e3-e4 droht, wäre der beste schwarze Zug vermutlich 14...Kf8!?

14...0-0-0? erscheint jedoch zu optimistisch.

15. Sb5! Kombiniert Drohungen gegen die schwarze Königsstellung mit der Möglichkeit, nach Damentausch, die Schwäche f7 ausnutzen zu können.

15...De7

Statt dessen sieht 15...Db4+ 16. Dc3! Dxc3+ 17. Txc3 Kb8 18. Sd6 Tdf8 19. Sg5 ziemlich trostlos aus; 15...Db8 16. Se5! Sxe5 17. dxe5 Se8 (Dxe5 18. Sxa7+ Kb8 19. Sxc6+ Lxc6 20. Dxc6 und nun kann auch noch der Th4 direkt eingesetzt werden) und hier gewinnt z.B. 18.Da4 a6 (nach 18...a5 gibt der Computer 19. Dg4+! Td7 20. Dd4 (m.I. e6) Te7 21. Dxb6+-) 19. Sd4 c5 20. Sc6! Lxc6 (b5 21, Dg4+) 21, Dxc6+ Dc7 22. Lxa6+ Kb8 und am schönsten gewinnt nun 23. Txc5! Bxc5 24. Db5+ Ka7 25. Ta4

16. Da4 a5 16. Sa7+ Kb8 17. Sxc6+ Lxc6 18. Txc6 +- (1-0 39)

 

Sebastian Fischer

Entscheidung im Stichkampf - Sebastian Fischer gewinnt Vereinsmeisterschaft

Nach wechselhaftem, sehr spannennden Verlauf kam es am vergangenen Freitag zu einem Dreierstichkampf zwischen Roman Malich, Marc Gustain und Sebastian Fischer. In den umkämpften fünf Runden zuvor wechselte die Führung wiederholt. Nachdem Sebastian in der zweiten Runde nach langem Kampf von seinem Sohn Roman verdient bezwungen wurde, kam es in der dritten Runde zum Duell zwischen Roman und Marc, beide mit 2 aus 2. Und wieder sah es nach einem Sieg Romans aus, der stark begonnen und eine klare Gewinnstellung erlangt hatte. Aber - kurz vor Schluss stellte er die Partie ein, Marc führte das Feld an.
So kam es in der letzten Runde zur Partie Sebastian (3 aus 4) - Marc (4 aus 4). Marc konnte eine solide, vermutlich bessere Position erlangen, konnte sich aber nicht zu mehr Aktivität entschließen, beging aus Nervosität Fehler, bis sich das Blatt gewendet hatte: Sebastian gewann nach langem Kampf und da Roman auch vier Punkte hatte, musste der Stichkampf entscheiden.
Dieser begann mit dem Duell Sohn gegen Vater. Doch dieses Mal konnte sich die größere Erfahrung von Sebastian noch einmal durchsetzen, er setzte Roman eine "alte" Eröffnung vor und gewann recht klar.
Bei Marc - Roman konnte sich Roman nach anfänglicher Verluststellung zurückkämpfen, erreichte letztlich Ausgleich im Doppelturmendspiel, übersah im langen Endspiel dann doch ein paar Kleinigkeiten und musste Marc den Vortritt lassen.
So kam es nach wenigen Wochen erneut zur Partie Sebastian - Marc. Dieses Mal war Sebastian besser vorbereitet, spielte eine scharfe Variante, die Marc nicht gut genug kannte. Im Grunde war das schon entscheidend, denn Sebastian stand mit Mehrbauern auch objektiv auf Gewinn. Da auch Marcs Zeit bald knapp wurde, konnte er aus den Ungenauigkeiten seines Gegners kein Kapital mehr schlagen und verlor.
So mussten der stark aufspielende Youngster Roman und der klar führende Marc doch noch den erfahrenen Spieler an sich vorbeiziehen lassen. Roman wurde damit Jugendvereinsmeister.
Herzlichen Glückwunsch an alle drei Podestinhaber!

Sommerfest im Rahmem der letzten Runde der Vereinsmeisterschaft

Inzwischen sind bis auf die letzte Runde alle Partien der diesjährigen Vereinsmeisterschaft gespielt. Am 12. Juli werden wir ab 20 Uhr die letzte Runde spielen. Im Rahmen dieses „Endspiels“ werden wir ein kleines Sommerfest machen, d.h. wir laden alle Mitglieder zu Pizza und Getränken an diesem Spielabend ein und können dann gemeinsam die Finalpartien verfolgen. Diese lauten wie folgt:
Sebastian Fischer – Marc Gustain
Tim Winkler – Roman Malich
Eric Gustain – Ralph Berner
Sven Noppes – Marijo Matic
Im Anschluss findet die Siegerehrung mit Pokalübergabe und Sekt für alle statt.

Erstes Schnellschachturnier für Julius Lücke - Erster Pokal!

Beim Schulschach-Grand-Prix-Turnier in Altbach trat Julius Lücke zu seinem ersten Schnellschachturnier an. Der siebenjährige trainiert seit geraumer Zeit bei Simona Gheng. Nach sieben Runden standen am Ende 4,5 Punkte auf der Habenseite. Damit belegte er unter den Spielern der ersten und zweiten Schulklasse einen hervoragenden zweiten Platz. Weiter so!

Württemberg ist Deutscher Frauenmannschaftsmeister der Landesverbände

Foto (v.l.n.r.): Simona Gheng, Marina Noppes und Angelika Valkova
Traditionel werden die Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaften der Landesverbände in Braunfels ausgetragen. Es ist das größte Frauenschachturnier in Deutschland. Württemberg war Titelverteidiger und wie schon in den Jahren zuvor bildeten Spielerinnen unseres Frauenbundesligateams einen großen Teil der Mannschaft. Kein Verein stellte mehr Spielerinnen. Am Ende gewann Württemberg alle fünf Matches überzeugend und so gelang überlegen die erfolgreiche Titelverteidigung. Am Ende hatten alle unsere Spielerinnen, so wie alle Spielerinnen im Team, einen positiven Score und nur eine von 15 Einzelpartien wurde verloren. Simona Gheng war die Spielerin des Turniers. Sie gewann alle ihre Partien. Angelika Valkova gewann vier Runden und verlor eine. Marina Noppes siegte zweimal und spielte drei Remisen. Großartige Teamleistung.

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